17. Oktober 2018
Trance-Grooves - Eine zweijährige Fortbildung zur Musik indigener Trance-Kulte und tranceinduzierender Methoden.
Beschreibung
Das Verständnis für Trance hat in den vergangenen Jahrzehnten einen bedeutenden Wandel erfahren. Eine umfassende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit verändertem Wachbewusstsein hat das weit gefasste Phänomen der Trance aus einem Schattendasein herausgeführt. Was noch vor 50 Jahren gelegentlich mit esoterischen Zirkeln oder hysterischen Persönlichkeitsstrukturen in Verbindung gebracht wurde, erscheint heute in einem völlig neuen Licht. Unterschiedlichste Personen machen sich die Wirkungen von Trance zu Nutze: Künstler schöpfen daraus ihre Kreativität, Therapeuten hilft sie, Veränderungsprozesse zu initiieren, und für viele ist Trance schlichtweg der Zugang zur Lebensfülle, die uns eingeboren ist, und die zur Entfaltung drängt. Nicht zuletzt können uns Trancezustände die spirituelle Dimension von Musik erschließen und damit unser Verhältnis zu unserer Musizierpraxis grundlegend ändern. Für Musiker ist Trance nicht nur Mittel zum Zweck, sondern der unmittelbare Schöpfungsakt von Musik, die live gespielt wird. Trance bedeutet hier das Eintauchen in eine Wahrnehmungsstruktur, die eine immense Fülle von Informationen zur Verfügung stellt, die man bei alltäglichem Wachbewusstsein nicht verknüpfen kann. Musizierend gewinnen Musiker zu diesen Informationen Zugang und können daraus nicht nur genuine Musik schöpfen, sondern im musikalischen Ausdruck persönliche Veränderungsprozesse in Gang setzen. Diese können auch durch das reine Hören von Musik angestoßen werden, die tranceinduzierende Strukturen berücksichtigt. Anbetracht der umfassenden Wirkung von Trance wundert es nicht, dass archaische Musik, die im Zentrum indigener Gesellschaften steht, voll von tranceinduzierenden Elementen ist. Zeit seines Lebens dieser enormen Kraft bewusst, befasst sich Kathan seit mehr als 20 Jahren auch theoretisch mit unterschiedlichsten Trance-Strukturen. Die Musik von Trance-Kulten in Westafrika und Brasilien, insbesondere die der Djina-Kulte, diverser Masken-Kulte und des Candomblé, hat Kathan eingehend studiert. Die Vermittlung dieser Rhythmen und deren Solofiguren samt dem ihnen innewohnenden energetischen Potenzial ist das zentrale Anliegen der Fortbildung „Trance-Grooves“. Auch andere tranceinduzierende Rhythmen, die nicht explizit in Trance-Kulten Verwendung finden, werden vermittelt. Mythische, psychologische, philosophische, und nicht zuletzt daraus resultierende praktische Inhalte ergänzen die Fortbildung. Klangarchetypen, wie sie in der sogenannten westlichen Welt in den vergangenen etwa 40 Jahren entwickelt oder wiederentdeckt wurden, werden ebenfalls Eingang in die Fortbildung finden. Basierend auf westlichen tranceinduzierenden Methoden werden die Teilnehmer die erlernte Musik auch selbst erfahren, erforschen und für die Entfaltung der eigenen personalen Strukturen nützen können. Trance-Musik indigener Völker gehört oft zu den komplexesten Strukturen, die diese Kulturen hervorgebracht haben. Deshalb erfordert sie einen erfahrenen und fortgeschrittenen Umgang mit Perkussionsmusik. Selbst professionelle Rhythmiker werden ihre Herausforderung in dieser Musik finden. Wer die Fortbildung „Djembé Pur“ bei Kathan oder eine vergleichbare Fortbildung bei anderen Musikern gemacht hat, hat beste Voraussetzungen für die Fortbildung „Trance-Grooves“. Es sei hier deutlich darauf hingewiesen, dass ein sehr großer Teil der in Trance-Grooves unterrichteten Musik sehr komplex ist. Indigene Trancemusik sollte nicht mit dem verwechselt werden, was landläufig unter „meditativer“ Musik verstanden wird. Außer an interessierte Musiker und Musikliebhaber richtet sich diese Fortbildung auch insbesondere an musikalisch entsprechend vorgebildete (Musik-)Therapeuten, Lehrer und in anderen sozialen Berufen Tätige. Prinzipiell sind alle Personen zu dieser Fortbildung willkommen, die an der Thematik interessiert sind und sich nicht nur selbst-erfahrend, sondern auch in intensiver und übender Form mit den Grooves und deren Wirkung auseinandersetzen wollen, die Inhalt dieser Fortbildung sind. Der Zeitliche Umfang, der für das Erlernen der Rhythmen auf der einen Seite und für die Erfahrung und Aufarbeitung der Musik mit diversen Trancetechniken auf der anderen Seite benötigt wird, wird sich ungefähr die Waage halten. Die Fortbildung umfasst insgesamt 50 Tage und erstreckt sich über ca zwei Jahre. Beginn der Fortbildung: 17. - 21. Oktober 2018 Wir-Tagungshaus Gauselfingen Die weiteren Termine sowie die Kosten der Fortbildung werden rechtzeitig hier bekannt gegeben.
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